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Das hatten wir schon mal: „CDU kämpft verbissen…“

GESCHER (fjk). „Die CDU kämpft verbissen… am liebsten gegen ihre eigenen Bürger.“ So sah es ein Zuschauer aus Hochmoor, der die Diskussion über einen Autobahnanschluss des Ortsteiles Hochmoor am vergangenen Mittwoch im Rat der Stadt Gescher verfolgte. –Lies hier mehr-

Upgang Rotert

Hermann Upgang Rotert

In der Tat, die Ausführungen von Hermann Upgang Rotert für die CDU Fraktion hatten den Hauch einer Horrorvision… für die Hochmooraner versteht sich. Da behauptete der Landwirt aus Pröbsting doch allen Ernstes man brauche mehr Lärm in Hochmoor, also die Autobahnauffahrt, weil man so die für den Lärm verantwortlichen Baulastträger mit in`s Boot bekäme, um effektive Lärmschutzmaßnahmen realisieren zu können. Frei nach dem Motto: „Ihr müßt erst richtig leiden, damit ihr die besten Ärzte bekommt!“

Wolfgang Brüggestrath (Grüne) kommentierte trocken: „Ich weiß nicht wie sie auf den Bolzen kommen, dass Lärmschutz sich durch eine Autobahnausfahrt verbessern läßt.“

Doch damit nicht genug. Der Pröbstinger Upgang Rotert legte noch einen drauf: Man solle nicht nur an die Hochmooraner denken, die Pröbstinger würden schon seit Jahrzehnten unter dem Autobahnanschluß Gescher leiden. Hier sei Entlastung nötig. Der Verkehr solle aus Richtung Coesfeld/Münster zukünftig über Hochmoor geleitet werden. Das schaffe Entlastung für die in Pröbsting wohnenden Bauern.

Unisono die ablehnende Antwort von SPD, Grüne, FDP. Vor allen Dingen Mark Jaziorsky kritisierte die CDU Fraktion weil sie Ihre Hochmooraner Vertreter Gertz und Kappenhagen offensichtlich von der Ratssitzung ausgeschlossen hatte. Es ginge darum, die Lebensqualität der Hochmooraner zu erhalten, dazu hätte er, Mark Jaziorsky, gern die CDU-Ratsvertreter aus Hochmoor gehört.

Meine Meinung: Die Stellungnahme des CDU-Manns Upgang Rotert könnte man mit viel gutem Willen als „wirres Zeug“ abtun oder  darüber schmunzeln. Wenn das nicht die offizielle Position der Gescheraner Christdemokraten wäre.

Das alles erinnert mich stark an meinen Kampf, zusammen mit Resi Ambrassat und Günter Hartmann gegen den LKW Rastplatz den die CDU 1993 mitten in den Ort Hochmoor legen wollte. Damals wie heute mit „gnadenloser Ignoranz und Arroganz“ gegenüber dem Willen der Hochmooraner Bürger.

Unser Einsatz zusammen mit den Hochmooranern wurde belohnt, der LKW Rasthof kam nicht, unsere Befürchtungen bezüglich der Emissionsbelastungen wurden gutachterlich bestätigt… und die Hochmooraner schickten die Christdemokraten bei der folgenden Kommunalwahl in die Wüste: Verlust der absoluten Mehrheit im Rat, Verlust des Bürgermeisterpostens.

Daran mag der GZ Chefredakteur gedacht haben, als er den „Schwatten“ heute morgen in der Ausgabe der GZ in`s Stammbuch schrieb, diese dürften sich nicht wundern wenn sie beim nächsten Urnengang die Quittung bekämen.

Lies hier mehr Beiträge zum Thema: Autobahnanschluss Hochmoor.

2 Kommentare zu Das hatten wir schon mal: „CDU kämpft verbissen…“

  1. aus Hochmoor // 30. September 2012 um 16:08 //

    Was ist Herr Upgang für ein Mensch.
    Mein Mann und ich sind sehr betroffen.
    Unsere Tochter will erst dann mit ihrer Familie zu uns nach Hochmoor zurückommen wenn das mit der Auffahrt geklärt ist weil wir direkt betroffen sind.
    Eine Autobahnauffahrt ist für uns Rentner ganz schlecht.

  2. Wir interessieren uns für diese Diskussion, weil bei uns in Niederbayern auch zwei Kleinstädte einen dritten Anschluß haben wollen. Der Bund der Steuerzahler sollte das Thema mal aufgreifen.

    http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/09/29/bund-der-steuerzahler-bitte-ubernehmen-braucht-jede-kleinstadt-drei-autobahnanschlusse/

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